Teckel-Kommunikation

Die Kommunikation mit meinem Rudelführer verläuft sehr gut und problemlos. Einige Beispiele möchte ich an dieser Stelle exemplarisch nennen.

Wenn ich auf meiner Brust gekrault werden möchte, lege ich mich zunächst auf den Rücken und stoße meine Vorderpfötchen in die Luft. Anschließend setze ich mich auf meine Hinterpfötchen und stelle die Vorderpfötchen aufrecht. Dann weiß man Rudelführer ganz genau, ich möchte auf meiner Brust gekrault und gestreichelt werden. Nach dem Teckel-Wellness gehe ich zur Seite und schmatze, dann weiß mein Rudelführer, die „Krauleinheit“ ist nun beendet und ich bin sehr zufrieden.

Natürlich mag ich es auch, wenn mein Rücken und meine Pfötchen gekrault und massiert werden. Als Signal hierfür lege ich mich auf meine Vorderpfoten, wobei die Hinterpfoten aufrecht stehen, zusätzlich strecke ich hierbei meinen Körper. Bei diesem Erkennungszeichen streichelt und massiert mein Rudelführer meine Vorder- und Hinterpfötchen und massiert vorsichtig meinen Rücken. Zum Abschluss der „Wellness-Einheit“ folgt dann wieder mein obligatorisches Schmatzen.

Mein Rudelführer weiß auch ganz genau das ich es nicht tolerieren kann, wenn er andere Hunde streichelt. Gott sei Dank, hat er meine Einstellung zu diesem Thema verstanden und vermeidet den Umgang mit anderen Vierbeinern. Sollte er im Zweifelsfall Kontakt mit anderen Hunden haben, dann muss er mit den Konsequenzen leben, denn dann ignoriere ich ihn für eine gewisse Zeitspanne. 

Ebenso weiß ich, wenn ich etwas gut gemacht habe, dann sagt mein Rudelführer „SUPER NEGRO“ zu mir und wir sind beide zufrieden.

Auch ein kleines Leckerchen als Belohnung ist bei uns eine Art der Kommunikation, auch dann weiß ich, ich habe den Wünschen meines Rudelführers entsprochen und er ist glücklich. Eine klare Kommunikation ist für beide Seiten wichtig, mit etwas Empathie gelingt uns das wirklich sehr gut.

Eskalationsstufen unserer Kommunikation

Stufe 1:     
Mein Rudelführer ruft mich mit „NEGRO HIER“       
Hierbei handelt es sich um eine freundliche Aufforderung seitens meines Rudelführers. Dieses Kommando impliziert, dass ich bitte zu ihm kommen möge. Befolge ich die Aufforderung, erhalte ich ein „SUPER NEGRO“, vielleicht sogar eine Streicheleinheit, oder gar ein Leckerchen. In etwa zwei von drei Fällen befolge ich diesen Befehl unmittelbar.

Stufe 2:     
Mein Rudelführer „pfeift“      
Wenn ich die erste freundliche Aufforderung meines Rudelführers „NEGRO HIER“ ignoriert habe, folgt die zweite Eskalationsstufe, indem mein Rudelführer „pfeift“. Jetzt weiß ich genau, ich sollte nun intensiv über das Kommando nachdenken und mich der Anweisung fügen. In 80 Prozent der Fälle befolge ich diese intensivere Aufforderung, weil ich weiß, dass mein Rudelführer jetzt die „nächste Eskalationsstufe gezündet hat“. Befolge ich die Aufforderung und komme zu ihm werde ich wiederum gelobt.

Stufe 3:     
Mein Rudelführer „klatscht in die Hände“       
Wenn ich, in Ausnahmefällen, seinen ersten beiden Aufforderungen nicht Folge leiste, „klatscht“ er in seine Hände. Bei dieser Aufforderung muss ich jetzt zwingend reagieren! Diese Aufforderung ist das ultimative Signal, mich bei Ihm einzufinden. Sollte ich diese Anweisung ignorieren, dann weiß ich ganz genau, jetzt wird mein Verhalten sanktioniert, kein Leckerchen oder meine Schnüffeltour wird beendet und ich muss sogar an die Hundeleine; alles sehr unschöne Dinge! Vor diesem Hintergrund befolge ich nahezu immer dieses Kommando, ich möchte unser gutes Rudelleben nicht gefährden. Sollte ich den Befehl dennoch nicht befolgen, dann findet mein Rudelführer immer eine Möglichkeit mich trotzdem „einzufangen“ und dann muss ich mit den Konsequenzen leben. Diese Art der vollständigen Eskalation geschieht bei uns aber praktisch nie.