Dieser Tag im Spätsommer, beziehungsweise zum Herbstanfang, beginnt für mich sehr entspannt. Nachdem ich gestern eine ausgedehnte Schnüffeltour am Abend absolviert hatte und völlig erschöpft war, bin ich nach einer erholsamen Nacht nun gut ausgeruht.
Ich schlage meine kleinen Äuglein auf und ich bin richtig gut gelaunt. Voller Energie starte ich in den anstehenden Tag.
Ich verlasse mein Bettchen und absolviere zunächst eine erste Erkundungstour durch die heimische „Rudel-Wohnung“. Im Arbeitszimmer gibt es nichts Aufregendes zu erkunden, im Wohnzimmer auch nicht, also ist meine nächste Anlaufstation die heimische Küche. Die Küchentür zur Terrasse ist geöffnet, die Gelegenheit nutze ich sofort und schaue doch gleich mal auf der Terrasse nach dem Rechten. Alles ruhig und die Sonne lacht, eine weitere Erkundungstour führt mich nun in den Garten.
Plötzlich höre ich meinen Namen, ein Rudelmitglied möchte mit mir einen Spaziergang absolvieren. Mein erstes „Gassigehen“ am heutigen Tag startet im heimischen Burggelände, weiter geht es entlang des Rhein-Herne-Kanals zur Autobahnbrücke, die über den Rhein-Herne-Kanal führt. Unterwegs treffe ich einige „alte Bekannte“ und begrüße sie. Im Wald am Henrichenburger Friedhof kann ich nun ausgiebig schnüffeln und das von den Bäumen heruntergefallene Laub ordentlich „durchwirbeln“. Im Anschluss spazieren wir weiter auf dem Waldweg entlang des örtlichen Sportplatzes und über die Lambertstraße zum Brötchenholen, kurzer Stopp beim Bäcker, dann geht es weiter durch Henrichenburg in Richtung des heimischen Domizils.
Bei meiner Ankunft in der heimischen „Rudelküche“ wartet schon mein Frühstück auf mich, das ich mir nach dem kräftezehrenden Spaziergang zweifellos verdient habe. Heute ist ein besonderer Tag, „vom Tisch staube“ ich noch etwas Ei ab – sehr lecker!
Fröhlich und mit gestilltem Hunger gehe ich nun ins Wohnzimmer und lege mich auf den Wohnzimmerteppich, von hieraus beobachte ich den Flur und die Hausarbeit meiner Rudelmitglieder. Nach einigen Minuten übermannt mich die Müdigkeit und ich döse etwas ein.
Plötzlich öffnet sich die Tür im Flur und mein Rudelführer kommt hinein, wahrscheinlich ist heute Wochenende und er hat mehr Zeit für mich als an gewöhnlichen Wochentagen – das kann dann heute ein guter Tag werden. Ich freue mich ihn zu sehen, springe auf und begrüße ihn. Natürlich „staube“ ich ein Leckerchen ab und dann gibt es die erste ausgiebige Streicheleinheit des heutigen Tages auf dem Wohnzimmerteppich. Bereitwillig lasse ich mich kraulen, ein echtes Wohlfühlprogramm für Teckel.
Nach rund 30 Minuten „Teckel-Wellness“ gehe ich mit meinem Rudelführer in den Garten, es ist sonnig, aber nicht zu warm und ich lege mich etwas unter einen Rosenstrauch, im Anschluss döse ich etwas im Gras.
Gegen Mittag kommt mein Rudelführer zurück und ich ergreife die Gelegenheit und bettel ihn an – ich möchte so gerne eine kleine Erkundungstour mit ihm machen. Mit meinem treuen und unwiderstehlichen Teckelblick versuche ich ihn zu einer Schnüffeltour zu bewegen. Er kann meinem Flehen nicht widerstehen, er holt mein Geschirr und dann geht es los.
Über das Burggelände spazieren wir zunächst zum Rhein-Herne-Kanal und dann weiter zum Landschaftspark Emscherland. Diese Tour gehört definitiv zu meinen Lieblingsaktivitäten, denn hier gibt es immer sehr viel zu erkunden und ich kann ganz entspannt und in Eigenregie meine Umwelt erschnüffeln. Zwischendurch muss ich einige Male stehenbleiben, weil Radfahrer oder andere Hunde mit ihrer Begleitung uns begegnen. Das ist aber kein Problem, mein Rudelführer hält mich fest, streichelt mich währenddessen und anschließend werde ich für mein vorbildliches Verhalten noch zusätzlich gelobt. Ich schnüffel viel auf unserer Tour, es entstehen zahlreiche neue Eindrücke für die Riechzellen in meiner Nase. Ein besonderes Tageshighlight ist, ich darf im feuchten Erdreich Löcher graben, Tiefbauarbeiten gehören zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Leider schüttet mein Rudelführer nach getaner Arbeit meine Bauwerke immer wieder zu – irgendwie scheint er meine harte Arbeit nicht zu wertschätzen. Nach einigen „Buddeleinheiten“ schlendern wir nun weiter und passieren die Brücke „Sprung über die Emscher“ und es geht weiter auf dem Wanderweg entlang des Rhein-Herne-Kanals.
Irgendwann fragt mich mein Rudelführer, ob wir nicht mal langsam umkehren und den Weg nach Hause antreten wollen. Ich nehme sein Angebot dankend an, ich erkunde auf dem Rückweg noch den Wanderpfad am Rhein-Herne-Kanal sowie die angrenzenden Wiesen und Grünflächen. Erschöpft, aber glücklich, erreiche ich mein Zuhause. Was muss ich da sehen, Nachbars Katze in meinem Garten, da muss ich doch noch schnell für klare Verhältnisse sorgen – der Eindringling ist mit Gebell schnell verjagt.
Nach meiner Rückkehr wartet schon mein Mittagessen in der Küche auf mich, in meinem Napf befindet sich zubereiteter Blumenkohl mit Leinöl, garniert mit etwas Hundefutter – ganz nach meinem Geschmack. Nach der Mahlzeit reinige ich auch heute meine Schnauze am Flurteppich, im Anschluss geht es dann mit meinem Rudelführer zum nächsten „Teckel-Wellness“ auf den Wohnzimmerteppich. Nach etwa 20 Minuten ist das Wohlfühlprogramm beendet, jetzt benötige ich eine ausgedehnte Ruhephase und ziehe mich unter den Wohnzimmertisch zurück. Es folgt eine lange Erholungspause und ich schlafe ein, die Pause habe ich mir nach dem anstrengenden Vormittag nun wohlverdient.
Am Nachmittag erfolgt eine weitere „Gassi-Runde“, über den Burgplatz geht es weiter zum Kanal und dem Henrichenburger Sportplatz. Anschließend besuchen wir unsere Bekannte Tine. Dieser Besuchstermin ist immer besonders schön für mich, dort kann ich manchmal einige „Kekskrümmel“ abstauben. Nach dem Besuchstermin geht es auf dem gleichen Weg zurück nach Hause. Nach meiner Rückkehr relaxe ich nun etwas auf dem Rasen in meinem Garten und ich genieße die angenehme „Herbst-Sonne“. Nach einer ersten Ruhephase verlagere ich meine Aktivität in das heimische Wohnzimmer und auch hier entspanne ich, bis mein Rudelführer zur abendlichen Schnüffeltour erscheint.
Etwas ungeduldig schaue ich zwischendurch immer wieder im Treppenhaus nach, ob mein Rudelführer mich endlich für unsere abendliche Schnüffeltour abholt.
Nun hat das Warten schließlich ein Ende, mein Rudelführer kommt die Treppe hinunter und rutewedelnd laufe ich auf ihn zu – ich bin ausgeruht und voller Tatendrang, nun kann die nächste „Erkundungstour“ starten!
Zuerst wird mir, wie üblich, mein Geschirr angelegt und meine Wasserflasche befüllt. Nun geht es los, ich warte schon am Gartentor. Zunächst besuchen wir das Burggelände, nach einer kurzen „Schnüffelexkursion“ im Burgpark geht es erneut in Richtung Emscherland. Obwohl ich bereits heute Mittag das Areal besucht hatte, ist ein erneuter Besuch sehr schön, denn das Gelände ist riesig und es entstehen immer neue „Schnüffeleindrücke“. Rund eine Stunde dauert meine „Schnüffelexkursion“ einhergehend mit diversen Grabungen im Erdreich, die Aktivitäten werden nur durch kurze Trinkpausen unterbrochen. Nach erfolgreicher Arbeit treten wir zufrieden den Heimweg an, nach einem erneuten, aber kurzen Besuch auf dem Burggelände geht es nun nach Hause – es ist bereits stockdunkel und ich bin reichlich müde.
Bei meiner Rückkehr bin ich sehr durstig und ich erhalte noch einige Leckerchen, anschließend geht es mit meinem Rudelführer ins Wohnzimmer und es folgt die letzte Streicheleinheit des Tages. Beim Streicheln schlafe ich schnell ein, ich bin völlig erschöpft.
Nach einer Erholungspause geht’s zum Tagesabschluss noch einmal schnell zum „Pipimachen“ und dann endet ein wunderschöner „Teckeltag“.
