Teckel – Chronik

Wir Dackel werden in der Jägersprache gerne als Teckel bezeichnet und sind eine Hunderasse, die zu den beliebtesten Vierbeinerrassen in Deutschland zählt. Grundsätzlich können Rassedackel in drei Varianten gegliedert werden. Den Lang- und Kurzhaardackel und mich, den Rauhaardackel. Aber selbst bei uns Rauhaardackeln gibt es Unterschiede, insbesondere mit Bezug auf unsere Größe und unser Gewicht. Der Standard-Rauhaardackel besitzt einen Brustumfang von über 35 Zentimeter und kann ein Gewicht von bis zu zehn Kilogramm auf die Waage bringen. Zwerg-Rauhaardackel zeigen einen Brustumfang von etwa 30 bis 35 Zentimetern und sind mit einem Gewicht von bis zu fünf Kilogramm wesentlich leichter. Die Leichtgewichte unserer Rasse werden als Kaninchen-Rauhaardackel bezeichnet, deren Brustumfang unter 30 Zentimeter liegt und bei artgerechter Haltung das Körpergewicht von rund dreieinhalb Kilogramm nicht überschritten werden sollte.

Wir Rauhaarteckel gelten als liebevoll und charakterstark, geistige Stimulation und Bewegung sind für uns existenziell wichtig. Auch wenn wir als Familienhund gelten, sollten unsere Rudelmitglieder niemals vergessen, dass unser Urinstinkt einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb beinhaltet. Unsere kleine Körpergröße ermöglicht uns insbesondere die „unterirdische Höhlenjagd“, bei der wir gerne Dachse und Füchse aufstöbern. Aufgrund unseres Jagdverhaltens werden wir auch oftmals als Dachshund bezeichnet.   

Bei liebevoller Pflege und artgerechter Haltung haben wir eine Lebenserwartung von etwa zwölf bis 15 Jahren.

Leider kommt es immer wieder vor, dass wir Dackel an verschiedenen gesundheitlichen Problematiken leiden. Krankheitsbilder können, aufgrund unserer Anatomie, insbesondere durch Knochenprobleme beziehungsweise Dackellähme entstehen, respektive Bandscheibenvorfälle. Bei diesen Krankheitsbildern sollten wir auf unser Gewicht achten und auf eine starke Rückenmuskulatur, die wir durch ausreichend viel Bewegung erlangen können. Ganz wichtig noch ein kleiner Tipp an unsere Rudelmitglieder: Bitte zieht nicht an unseren Leinen beim „Gassigehen“, dadurch können gesundheitliche Probleme entstehen beziehungsweise verstärkt werden. Ebenso sollten wir mit unseren kurzen Beinen keine Treppenstufen steigen, auch das ist „Gift“ für unser Skelett.

Eine weitere gesundheitliche Plage können Herzprobleme sein, die bei uns Teckeln auftreten können. Frühzeitig erkannt, mit der richtigen Ernährung und Herz- und Entwässerungs-medikamenten, können wir aber oftmals noch einige Jahre mit diesem Defizit leben.

Zu Quälgeistern können auch sehr schnell unsere Zähne werden. Zahlreiche Artgenossen leiden unter Zahnstein und schlechten Zähnen – auch dieses Problemfeld sollte man im Auge behalten und frühzeitig derartigen Plagen entgegenwirken. Schlechte Zähne können, wie bei einem Menschen, auch bei uns erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen und Folgeerkrankungen mit sich bringen. Mein Rudelführer ist der Meinung das ich bei Folgenden Anzeichen Probleme mit meinen Beißerchen haben könnte, insbesondere, wenn ich nicht fresse, oder ich eine Kombination aus schnupfen, leichtem husten und röcheln zeige – so als wenn meine Nase verstopft wäre. Außerdem ist er der Meinung das ein weiteres Anzeichen, wie häufiges kauen und schmatzen ohne Futter, in Verbindung mit lecken meiner Nase und ein ständiges Verlagern respektive umlegen meines Kopfes – wenn ich auf dem Boden liege – Anzeichen für Zahnschmerzen sein könnten. Wenn bei mir diese Symptome auftraten, hat der „Onkel Doktor“ beim nächsten Tierarztbesuch größere Defizite an meinem Gebiss festgestellt. Klar ist, wenn ich Zahnschmerzen habe, sollte man mich in Ruhe lassen und nicht am Kopf oder der Schnauze berühren.

Übrigens, es ist bekannt, dass Vierbeiner durchaus Allergien entwickeln können wie beispielsweise eine Flohspeichelallergie oder auch Futtermittelallergien. Allergische Reaktionen auf Insektenstiche, insbesondere im Maul- und im Rachenbereich, können sogar tödlich für uns sein. Hierzu eine lustige Anekdote aus meinem Leben zum Thema Allergien: Mein Rudelführer kann sich sogar vorstellen, dass ich sensibel auf Pollen reagiere – wenn er bei starkem Pollenflug Heuschnupfensymptome zeigt, niese ich auch des Öfteren; ob ich wirklich auf Pollen allergisch reagiere, oder ob mein Niesen nur eine Sympathiebekundung ist, bleibt mein Geheimnis.  

Wie unser gesamtes Rudel möchten auch wir gerne gesund sein und bleiben, vor diesem Hintergrund sollten routinemäßige Tierarztbesuche und entsprechende Impfungen obligatorisch sein, auch wenn hierdurch Kosten entstehen – wir wollen doch alle glücklich und gesund unser Rudelleben genießen.

Einige Sachverhalte liegen mir als Vertreter meiner Zunft noch sehr am Herzen. Wenn ihr einen Artgenossen in ein häusliches Rudel aufnehmen möchtet, überlegt genau, ob wir die gleichen Interessen und Neigungen besitzen und ob ihr ein gesichertes und artgerechtes Rudelleben gewährleisten könnt. Bitte wählt nicht bei einem dubiosen Weggefährten, aufgrund einer vielleicht geringeren Ablösesumme, ein neues Rudelmitglied aus – ein Fußballverein kauft auch keinen Spieler, nur weil die Ablösesumme gering ist!

Soll ein Teckel in euer Rudel eintreten, sollte er über einen entsprechenden Stammbaum verfügen, geimpft und gechipt sein und alle nötigen Voraussetzungen für einen geordneten und guten Rudelübertritt mit sich bringen – macht euch vorher bei entsprechenden Spezialisten, Einrichtungen oder Vereinen beziehungsweise Verbänden kundig. 

Eine kritische Anmerkung an einige dekorierte Rudelführer, überlegt mal genau, ob es sinnvoll und im „Teckelinteresse“ ist, zahlreiche Würfe in kürzester Zeit zu produzieren – gebt den Muttertieren genügend Zeit zur Erholung nach einem anstrengenden Wurf! In diesem Sinne, WUFF, WUFF!!!

Euer NEGRO